
Pressemitteilungen:
(05.12.2008)
Erste offizielle deutsche Jugenddelegation nimmt an den
UN-Klimaverhandlungen in Polen teil
Neun Jugendliche aus Deutschland werden vom 6. – 12. Dezember 2008 an der UN-Klimakonferenz in Posen (Polen) teilnehmen um für die Rechte ihrer Generation einzutreten.
Berlin. 5. Dezember 2008. Das Jugendbündnis Zukunftsenergie, ein offenes Netzwerk von fünf Jugendumweltorganisationen (BUNDjugend, Naturschutzjugend,Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugend im ländlichen Raum,Naturfreundejugend und Katholische Landjugendbewegung Deutschlands) und verbandsfreien Aktiven, entsendet die erste deutsche Jugenddelegation zur 14. UN Vertragsstaatenkonferenz (COP14) in das polnische Posen.
Unter dem Motto 100%!werden sich die neun Delegierten dafür einsetzen, dass keine halben Sachengemacht werden, wenn es um die Zukunft der Welt geht. Nach monatelangerintensiver Vorbereitung wollen die neun Jugendlichen vor Ort dieRegierungsvertreterinnen und -vertreter zum raschen Handeln und einer neuenQualität der Klimapolitik auffordern.
Die UN-Klimakonferenz in diesem Jahr ist besonders wichtig, denn spätestens 2009muss ein Nachfolgeabkommen des Kyoto-Protokolls beschlossen werden, damit espünktlich zum Auslaufen des bestehenden Protokolls in Kraft treten kann.100%! für den Klimaschutz!!100%! - das steht für 100% Erneuerbare Energien. Eine nachhaltige Energieversorgung - ohne Kohle und Atomenergie - ist nicht nur möglich sondern vorallem nötig! 100%! steht aber auch für den 100%igen Einsatz für den Klimaschutz,den die Jugendlichen von den UN-Delegierten in Posen fordern, denn die Zeit desWartens ist vorbei, wenn das Ziel erreicht werden soll, die globale Erwärmung unter 2°C zu halten.
Die Delegation engagiert sich auf der Konferenz bei folgenden Verhandlungsthemen: Anpassung an den Klimawandel,Emissionsreduktionsstrategien, Klimaschutz und Waldschutz (REDD) und denVerhandlungen über zukünftiges Klimaschutzabkommen (Post-2012).
Eine besonders wichtige Rolle in diesen Prozessen spielt auch das EU Klima- und Energiepaket, das während der EU Ratssitzung in den nächsten Tagen zur Debatte steht und eine Vorbildfunktion einnimmt. Deshalb ist es entscheidend, dass Europaseine Führungsrolle wahrnimmt und mit 100%igem Handeln gegen Klimawandelvorgeht.
100% gibt jedoch auch die Delegation in Posen, mit bunten Aktionen will sie zeigen,dass die Zeit Klimamärchen zu erzählen vorbei ist und will die Politikerherausfordern, zu handeln. Und damit steht die deutsche Jugenddelegation nicht allein da: ca. 500 Jugendliche aus aller Welt sind vertreten um gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft zu kämpfen.
(17.12.2008)
Deutsche Jugenddelegation zieht Bilanz der
Weltklimakonferenz in Posen – Jetzt erst recht!
Nach neun Tagen UN-Konferenz sind die neun Jugendvertreter des
Jugendbündnis Zukunftsenergie wieder zurück in Deutschland
angekommen. Zeit Bilanz zu ziehen.
Das Jugendbündnis Zukunftsenergie ist ein offenes Netzwerk der fünfJugendumweltorganisationen BUNDjugend, Naturschutzjugend, Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugend im ländlichen Raum, NaturfreundejugendDeutschlands und Katholische Landjugendbewegung Deutschlands sowie vonverbandsfreien Aktiven.
Vor der Konferenz hatte sich die Delegation das Motto „100%!“ gegeben und einenmindestens genau so hohen Einsatz der UN-Delegierten für den Klimaschutzgefordert. Die Ergebnisse der COP14 sind leider mehr als ernüchternd und haben den„Train to Copenhagen“ nicht gerade auf eine Hochgeschwindigkeitsstrecke gestellt.
Vielmehr wird 2009 über eine ziemlich bucklige Piste führen, deren Ziel noch nichtganz klar ist. Ergebnisse?! – ein gutes Stichwort, denn die muss man schon mit derLupe suchen. Was ist also nach zwei Konferenzwochen dabei heraus gekommen:Die Verhandlungen über die rechtlichen Grundlagen des Anpassungs-Fonds, derGelder für vom Klimawandel besonders betroffene Staaten und Regionen zurVerfügung stellt, konnten abgeschlossen werden. Damit kann der Fonds endlichseine Arbeit aufnehmen und die Mittel können verteilt werden.
Genau bei diesen Mitteln liegt jedoch das Problem: eigentlich sollte der Fonds durchdie flexiblen Mechanismen des Kyoto-Protokolls gefüllt werden (Clean DevelopmentMechanism, Emissionshandel und Joint Implementation), doch dieIndustrieländerländer haben diesen Ansatz geblockt, so dass jetzt nur geringe Gelderaus dem Emissionshandel zur Verfügung stehen.
Die Folge: Die Mittel im Fonds reichen bei weitem nicht aus, um den am meistenbetroffenen Entwicklungsländern wirklich zu helfen.
So mager die Ergebnisse der Weltklimakonferenz auch sein mögen, so war dieTeilnahme der ersten deutschen Jugenddelegation an einer UN-Klimakonferenz dochein Erfolg:
Neben vielfältigen Aktionen und der Arbeit mit Jugendlichen aus derganzen Welt hatten die Delegierten auch die Möglichkeit sich mit der Leiterin derdeutschen Delegation und Mitgliedern des Umweltausschusses des DeutschenBundestages zu treffen und über die Rolle Deutschlands und die damit verbundenenHerausforderungen auszutauschen.
Mit Überraschung stellten die Delegierten fest,dass sich Regierung und Parlament keineswegs immer einig sind.Erschüttert waren sie darüber, wie leichtsinnig die EU das Energie- und Klimapaketaufs Spiel setzte. Die Jugenddelegierten fuhren eigens nach Warschau, um ausAnlass der deutsch-polnischen Regierungskonsultationen an einer Demonstrationteilzunehmen und Frau Merkel wieder auf den rechten Weg zu weisen. Auch in die Arbeit des International Youth Climate Movements konnten sich diejungen Aktiven einbringen und dabei mithelfen das Prinzip „der Sicherung desÜberlebens besonders betroffener Staaten“, das sich u.a. auf die pazifischenInselstaaten bezieht, im Abschlusstext zu verankern.
Am letzten Konferenztaggestaltete das Jugendbündnis mit einem selbstgebauten „Train to Copenhagen“ einekreative Aktion und rief die Delegierten auf selbst zu entscheiden, ob sie an Borddieses Zuges steigen wollen. Weit über hundert Teilnehmer entschieden sich dafür,darunter auch die iranische Umweltministerin.
Das Jugendbündnis Zukunftsenergie ruft alle Jugendlichen sowie die Jugend- und Umweltverbände dazu auf, den „Klimazug“ mit nach Kopenhagen zu ziehen. Sie unddie Politik können mithelfen die Signale dafür auf grün zu stellen. Auch für die Ende 2009 in Kopenhagen stattfindende UN-Klimakonferenz wird dasJugendbündnis wieder eine Delegation aufstellen.
Interessierte sind zu den Treffendes Jugendbündnis herzlich eingeladen.
Kontakt:
Dominik Duballa, KLJB, Tel. 02224-9465-23, Email: d.duballa@kljb.org
E-Mail: info@energiemaerchen.de
Homepage: www.energiemaerchen.de
Fotos:
Mehr Fotos von uns auf der Konferenz
Train to Copenhagen, glücklich nach der erfolgreichen Aktion
Im Train to Warsaw, Fahrt zur Demo für ein gutes EU Klimapacket
Immer 100%
Train to Copenhagen and its passengers
We are Germany .-)