Wenn der Mais auf den Feldern der heimischen Landwirte verdorrt, bedroht dieser Ausfall Existenzen. Wenn mit einer erhöhten UV-Strahlung die Hautkrebsrate ansteigt, ist unser aller Gesundheit davon bedroht. Wenn wir Jobs verlieren, weil die Politik die grüne Entwicklung zu lange von sich gewiesen hat, zieht dies Konsequenzen für die gesamtdeutsche Wirtschaft nach sich. Wenn wir den Flüchtlingen von überfluteten Fidschi-Inseln die Einreise nach Deutschland verweigern müssen, weil diese unsere Kapazitäten sprengen würde, sprechen wir von Leid und dem Verlust von Lebensgrundlagen.
Klimaschutz ist nicht nur ein ökologisches Problem. Es geht um unsere Existenzen und um unsere Zukunft. Deshalb ist ein starkes Klimaabkommen in Kopenhagen essentiell wichtig.
Auch ohne eine Promotion im Fachbereich der Klimaforschung ist ein Verständnis davon möglich, dass unsere Zukunft und die unseres Planeten maßgeblich von den Beschlüssen der jetzigen Politik abhängen. Politik kann und muss in die betroffenen Bereiche regulierend einwirken, Minderung von bereits bestehenden Konsequenzen unseren Handelns einleiten und somit auf relevanten Ebenen etablieren.
Unser Ziel ist es, die wissenschaftlichen Erkenntnisse bezüglich der Existenz und Folgen des Klimawandels für alle und jeden zugänglich zu machen. Davon versprechen wir uns einen Zuwachs an Überzeugungskraft. Denn nur zusammen können wir klimafreundliche Maßnahmen veranlassen, da nur die gebündelte Stimme von vielen ein Gehör findet.
Effzienter Klimaschutz lebt von Engagement an vielen Fronten. Es reicht weder die Umstellung des individuellen Denkens, noch die des privaten Haushalts. Um zweckgebunden auf das Wissen um den Klimawandel reagieren zu können, müssen wir mehrere Handlungsebenen bedienen. Wir reisen als akkreditierte Beobachter zur Klimakonferenz nach Kopenhagen und vertreten euch, die jungen Deutschen, die sich für ein starkes Post-2012-Abkommen aussprechen sollten. Wir werden uns um Gesprächen mit Delegierten der teilnehmenden Länder bemühen, um unsere Position als interessierten Jugend an den Angelpunkten weiteren Handelns zu verankern. Ist es nicht so, dass immer dann reagiert wird, wenn sich die Dringlichkeit erhöht hat? Wie viele weitere Jugendliche möchten wir genau diese sichtbar werden lassen.
Es reichen einige Daten, ein paar Statements, um den Handlungsbedarf zu erkennen. Um jedoch wirkungsvoll sein zu können, muss auch außerhalb von Konferenzgebäuden das Wissen um die Auswirkungen des Klimawandels verbreitet sein. Es muss deutlich formuliert werden, dass die Rahmenbedingungen unseren Zusammenlebens und das der kommenden Generationen au der Konferenz in Kopenhagen geschaffen werden sollten! Wir möchten euch deswegen von der Dringlichkeit des Klimaschutzes überzeugen und auch über die anstehenden Verhandlungen hinaus zum Engagement motivieren - ob in der Uni, der Schülerzeitung, beim Naturschutzverband oder sogar beim Jugendbündnis Zukunftsenergie.
Die Jugenddelegation des Jugendbündnisses agiert unabhängig von jeglichen politischen Ideologien. Unsere Mitglieder verfolgen innerhalb des Bündnisses trotz möglicher Mitgliedschaft in politischen Bündnissen lediglich die Ziele des JBZE.