Wer möchte, kann hier unsere Pressemitteilung herunterladen.
Wer auf diesen Link klickt, kommt zu unserem flickr-Photoalbum, wo alle Bilder gesehen und heruntergeladen werden können.


Die Klimarahmenkonventionen sind ein einziger Dschungel von Abkürzungen – SBI, UNFCCC, IPCC, LULUFC, REDD, CBD, LCA, ADP, KP, SBSTA, EASD, COP, AWG, … - durch den wir uns versuchen zu schlagen. Dabei möchte ich mal betonen, dass wir das alle nicht studieren, sondern uns in unserer Freizeit selber erarbeiten müssen ( na gut, zugegebenermaßen leidet die Uni auch etwas darunter, wenn sie diese Woche nicht so viel von uns sieht).
Aber nun bin ich das erste Mal im Zusammenhang mit den Verhandlungen über ein Akronym gestolpert,
F A B
FAB – es ist nicht nur die Abkürzung für das wunderschöne englische Wort „fabulous“, sondern vereint auch auf kreative Weise die Anfangsbuchstaben der drei Eigenschaften, die für ein neues Klimaabkommen von unumgänglicher Bedeutung sind und das Abkommen zu so einer fabelhaften Einigung machen, wie wir uns das für eine erfolgreiche Klimapolitik wünschen:
FAIR - gerecht
AMBITIOUS - ambitioniert
BINDING - verpflichtend
Heute haben wir unter diese Forderung auch die Zukunft unserer aufgeführten Hochzeit zwischen Politik und Wissenschaft gestellt und deswegen zierte den Ehering eine riesiges rosarotes Herz mit den Buchstaben FAB. Wir wollten damit symbolisch auf die Diskrepanz hinweisen, die zwischen der wissenschaftlich begründeten Notwendigkeit von Emissionsreduktionen auf der einen Seite und den in politischen Entscheidungen immer wieder viel zu gering ausfallenden Reduktionszielen auf der anderen Seite hinweisen.

Die Wissenschaftler sagen, dass wir die Erderwärmung bei einer Erhöhung der durchschnittlichen Jahresmitteltemperatur um 2° stoppen müssen. Bei einer stärkeren Erwärmung könnte es passieren, dass wir an eine Punkt kommen, an dem es keine Umkehr und kein Möglichkeit mehr gibt, irgendetwas von den in Gang gesetzten Prozessen des Klimawandels rückgängig zu machen. Und das wird nicht nur schreckliche Auswirkungen auf die Natur haben, sondern vor allem uns mit volle Wucht treffen. Denn Klimakatastrophen stoppen an keiner Landesgrenze und das Leben auf einem Planeten im Klimachaos wird sich nicht mehr so behaglich anfühlen.
Wenn man sich das „worst case scenario“ vorstellt, kann das einen ganz schön gruseln und da auch die Klimaverhandlungen harte Arbeit und nicht besonders lustig sind, dachten wir uns, dass wir unsere Botschaft mal auf eine fröhlichere und kreative Art und Weise darstellen und haben deswegen die Hochzeit auf die Beine gestellt: Hannah spielte unsere wunderbare Wissenschafts-Braut und durfte den hocherfreuten Politik-Bräutigam Milan ehelichen. Das Ehegelöbnis nahm ihnen Christian ab, ich durfte das erste Mal in meinem Leben das Blumenmädchen sein und die entzückte Hochzeitsgesellschaft bestand aus den tollen YOUNGO-Mitgliedern, die uns auch super beim Fotosschießen unterstützt haben.
Wir haben einige Pressemitteilungen raus geschickt und sind gespannt, ob sich jemand findet, der diese Botschaft, die von vielen Menschen auf dieser Welt geteilt wird, mit unserer kreativen „Wedding-Action“ weiterverbreitet.

Und durch den doch etwas überraschenden Wechsel des Umweltministers fühlten wir uns animiert, Herrn Altmaier gleich unsere Meinung zu übermitteln und haben ihm bei Facebook und per Mail danach gefragt, ob er sich nicht vorstellen könnte, sein Interesse für die Klimapolitik und die Arbeit der Jugendlichen auf der Konferenz zu verdeutlichen, indem er uns einen Besuch abstattet. ;) Ein Versuch ist es wert.
So viel von mir zum dritten Tag bei der Klimazwischenverhandlung, eure Doro
Hier mein erster Blogeintrag während der Konferenz:
Der zweite Tag war insgesamt sehr voll, einige Working Groups und Side Events konnte ich besuchen und s gab noch viele mehr, die ich gerne besucht hätte.
Ein Highlight war für mich die AWG-KP, also jene Arbeitsgruppe, die das Kyoto-Protokoll geschrieben hat. Heute hat sich diese Arbeitsgruppe zum ersten Mal bei dieser Konferenz getroffen, deswegen wurden erst einmal allgemeine Positionen bekannt gemacht. Richtige Verhandlungen folgen erst in den nächsten Tagen. Besonders an diesem Meeting war allerdings, dass als letzter Redner Camilla von UKYCC, also der Jugenddelegation aus Großbritannien, eine überzeugende Rede als Vertreterin der Jugend für mehr Ambitionen in den Klimaschutzzielen halten konnte.
Insgesamt spielen sich viele interessante Sachen nicht in den Konferenzräumen selbst, sondern auf den Fluren und Lobbies der Tagungshäuser ab. Man hat die Möglichkeit mit Vertretern aller Staaten und aller Meinungen, NGO’lern oder Beamten in Kontakt zu treten und sich auszutauschen. Eigene Forderungen kann man auf diese Weise natürlich auch bekannt machen.
Wir als NGO haben leider einige Einschränkungen vom Sekretariat und der Security aufgelegt bekommen, was Aktionen oder sogar schon das Aufhängen von Postern angeht, aber mit Kreativität, Überzeugungskraft und viel Arbeitsaufwand (vor allem durch Cornelia) sieht es für unsere Projekte mehr oder weniger gut aus. Motiviert sind wir ja sehr, nicht zuletzt durch die Kommentare verschiedener Delegierter, wir hätten gute Botschaften und sollten uns unbedingt weiter engagieren.
Malte
Cornelia fleißig am Organisieren
Vorbereitungen für unsere "Wedding-Action"
- mit einem Ohr bei den Verhandlungen
Montagabend: nach dem Empfang noch eine letzte Besprechung
- es wurde spät, aber wir waren bestens versorgt
...und was wir euch natürlich nicht vorbehalten wollen: die super tollen knallgrünen Taschen mit denen wir den ganzen Tag über das Konferenzgelände rennen. Unserer Botschaft wird hoffentlich gesehen!
Jetzt sind wir also mittendrin. Wie der erste Tag auf uns gewirkt hat, hat Doro euch ja schon beschrieben. In dem ganzen Durcheinander verliert man leicht den Überblick und bleibt an Details kleben.
Unser Anfang war, die Eröffnungsveranstaltungen der Verhandlungen zu besuchen. Entschieden wurde natürlich noch nichts. Aber die Dachorganisation der anwesenden Jugend, YOUNGO, konnte gestern schon eine „Intervention“ machen, das heißt eine Rede vor den Delegierten halten, um die Position der Jugend in die Diskussion einzubringen. Spannend, oder? Eine weitere Intervention konnte Paul von der UKYCC, der britischen Jugendklimaallianz, zum Thema Umwelt-Bildung machen.
Ansonsten planten wir vor allem unsere Heiratsaktion, bei der wir die Politik mit der Wissenschaft verheiraten werden. So wollen wir auf die riesige Lücke zwischen den eingegangenen Verpflichtungen und den Erkenntnissen der Wissenschaft hinweisen. Die Aktion wird am Mittwoch stattfinden. Glücklicherweisen haben wir große Unterstützung von den Publicity-Experten von CAN bekommen und wir hoffen, dass die Aktion gut von den Medien aufgenommen wird und etwas Aufmerksamkeit auf die Verhandlungen lenkt. Freut euch auf die Photos und Videos!!
Am Abend dann lud die Stadt Bonn alle Teilnehmer der Konferenz zu einem eleganten Empfang. Das bedeutete für uns natürlich die Möglichkeit mit anderen NGOs und Delegierten Kontakte zu knüpfen. Zugegeben, es bedeutete auch gutes Essen...Aber vor allem ging es darum mit anderen ins Gespräch zu kommen, was uns auch gelang, allerdings anders als wir erwartet hatten.
Nach verschiedenen Reden, unter anderem von Christiana Figueres, der Generalsekretärin der Klimarahmenkonvention, also quasi der Chefin des ganzen Ladens, landeten einige von uns schließlich an einem Tisch mit zwei uns unbekannten Herren. Nach disretem Blick auf das Umhängeschildchen des einen Herren stellte sich heraus, dass er für eine Lobbygruppe aktiv ist, die die Carbon Capture and Storage Technology (CCS) voranbringt. CCS ist eine umstrittene Technologie, die darin besteht, dass Industrien mit hohen CO2-Emissionen einen Teil des Kohlenstoffes aus ihren Emissionen filtern, konzentrieren und unter der Erde in Gesteinsformationen speichern. Wir gerieten in eine sehr interessante Diskussion über die Technologie, ihre Chancen und Risiken.
Diese Diskussion hörte der zweite unbekannte Herr am Tisch lange schweigend mit an, bis er sich schließlich einschaltete. Er wies darauf hin, dass das größte Treibhausgas ja immer noch der unschädliche Wasserdampf sei, dass das CO2 in der Atmosphäre ja lediglich lächerliche 1,4 % ausmachen würde (stimmt übrigens nicht, es sind 0,039%), dass Klimawandel seit Jahrtausenden von Jahren schon passiere, dass wir keinerlei Beweise für einen menschlich verursachten Klimawandel hätten und eigentlich noch viel mehr Zeit und Geld in Forschung investieren sollten, bevor wir kostspielige Emissionsreduktionsmaßnahmen aufsetzen. Das klingt doch verdächtig nach ... einem Klimaskeptiker?? Jemand der ernsthaft bezweifelt, dass der menschlich verursachte Klimawandel existiert? Und das hier, bei den UN Klimaverhandlungen? Das war erstmal ein Schock, diese Ansicht auf der Konferenz zu hören. Viel größer wurde der Schock dann, als wir erfuhren, dass dieser Mann Mitglied der russischen Delegation war. Jeder Verweis auf den IPCC; den respektierten wissenschaftlichen Beirat, der die UN berät, war nutzlos, jeder Appell verschwendet. Auf die Frage, was er denn dann auf den Klimaverhandlungen tue, antwortete er, das sei ja bloß seine private Meinung. Danach verschwand er am Buffet und ließ uns fassungslos zurück.
Wie soll irgendetwas erreicht werden, wenn solche Leute mit am Verhandlungstisch sitzen? Ich hoffe sehr, dass er eine winzige Ausnahme ist!
Insgesamt herrscht jedoch eine vorsichtig positive Stimmung. Das hat vor allem mit dem neuen Prozess zu tun, der in Durban angestoßen wurde. Es soll ja 2015 ein neues Klimaschutzabkommen verabschiedet werden, und hier in Bonn trifft sich die damit beauftragte Arbeitsgruppe zum ersten Mal. Auf der einen Seite gibt es viele Probleme und große Herausforderungen, auf der anderen Seite haben wir nun die Möglichkeit wirklich alle Länder unter einem Klimaabkommen zu vereinen. Wir hoffen nun, dass die Delegierten, die es ernst meinen, sich durchsetzen können.
Wie jedes Jahr im Mai/Juni kommen auch 2012 Klimadiplomaten, Ministerialbeamte und NGO-Vertreter aus der ganzen Welt in Bonn zusammen um den diesjährigen UN-Klimagipfel in Doha (Katar) vorzubereiten. Eines der zentralen Themen der Zwischenverhandlungen ist der Verhandlungsfahrplan für die sog. Ad-Hoc Working Group on the Durban Platform for Enhanced Action (ADP), welche auf Beschluss des letzten UN-Klimagipfels in Südafrika (COP17) eingerichtet wurde und in Bonn zu ihrer 1. Sitzung zusammenkommt.
Die ADP hat von der Staatengemeinschaft das Mandat erhalten bis spätestens 2015 die Verhandlungen über ein neues globales Klimaschutzabkommen abzuschließen. Dieses soll rechtlich verbindlich sein und spätestens 2020 in Kraft treten.
Auch die Ausgestaltung der 2. Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls, welche in Durban grundsätzlich verabschiedet wurde, ist ein prominentes Thema der Bonner Klimaverhandlungen.
Des weiteren wurde in Durban der Green Climate Fund (GCF) verabschiedet. Dieser soll bis 2020 pro Jahr 100 Mrd. US-Dollar für Klimaschutzmaßnahmen in Entwicklungsländern bereitstellen. Offen ist jedoch noch,, wo diese Gelder genau herkommen sollen und wie sie verteilt werden. Hier soll die Klimakonferenz in Bonn mehr Klarheit schaffen.
Weitere Arbeitsgruppen unter der Klimarahmenkonvention verhandeln über die Berichtspflichten der Staaten, die Ausgestaltung des sog. „REDD+“ Mechanismus (Waldschutz) und insbesonderen von Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt.
Von Deutschland, dem Land der Energiewende wird erwartet, dass es weiter mit gutem Beispiel voran geht und noch stärker eine Führungsrolle im UN-Klimaprozess einnimmt. So fordern die deutschen NGOs von Bundeskanzlerin Merkel mehr Einsatz für die Anhebung des EU-Klimaziels von derzeit 20% auf mindestens 30% Reduzierung im Vergleich zu 1990 bis 2020. Ohne eine Anhebung des EU-Klimaziels wäre sowohl die Umsetzung der Energiewende, deren Finanzierung auf dem Europäischen Emissionshandel basiert, als auch die Umsetzung des deutschen 40% Ziels unrealistisch. Weitere Infos zu den Forderungen hier: http://www.die-klima-allianz.de/frau-bundeskanzlerin-packen-sie-jetzt-mal-richtig-an/
Deutschland kann aber auch als Vermittler zwischen den Staaten Führungsstärke zeigen. So war einer der Erfolgsfaktoren der Klimakonferenz von Durban die Tatsache, dass die EU sich gemeinsam mit afrikanischen Staaten und der Allianz der kleinen Inselstaaten (AOSIS) für ambitioniertere Ergebnisse eingesetzt hat. Dieses breite Bündnis aus Industrie- und Entwicklungsländern verhalf der COP17 zum Erfolg. Bonn muss hieran anknüpfen und diese globale Allianz weiterführen. Deutschland kommt hier eine Schlüsselrolle zu und könnte zum Treiber des Wandels werden.
Unser erster Tag bei der Zwischenverhandlung 2012 der UNFCCC (United Nations Framework Convention on Climate Change) – und eine Fülle von Eindrücken!
Erstmal muss ich realisieren, dass wir jetzt wirklich hier und wirklich dabei sind. Es fühlt sich ein bisschen surreal an, dass sich hier gerade die ganze Welt versammelt um quasi über die Grundlage unserer Zukunft auf diesem Planeten zu entscheiden und ich bin mittendrin. Aber das vielfältige Stimmengewirr in den Gängen des Maritim macht einem schnell klar, wie viele unterschiedliche Parteien auf der Konferenz anwesend sind. Und es wird auch deutlich, dass sie alle ihren eigenen Standpunkt zusammen mit einer funktionierenden Klimapolitik unter einen Hut bringen wollen – und das ist offensichtlich nicht ganz einfach.
Schon wenn man die vorbereiteten Räumlichkeiten des Hotels sieht oder wenn unsere Plakate von der Security am Eingang kritisch, aber nicht unfreundlich, beäugt werden, wird einem klar, was für ein riesiger Kraftakt es sein muss, so eine Veranstaltung zu organisieren. Aber im Vergleich dazu erscheint es mir nun an ein Wunder grenzend, mit der Beteiligung von so vielen unterschiedlichen Ländern eine Einigung zu einem ambitionierten Abkommen zu finden.
Mein Respekt vor dem Kyoto Protokoll wächst soeben enorm. Anderseits bin ich optimistisch, dass der Erfolg von damals der Grundstein für ein noch ambitionierteres Abkommen sein kann, dass jetzt aufgebaut werden soll. Wenn sie es damals geschafft haben, dann doch auch heute! Schließlich wird die Dringlichkeit jeden Tag deutlicher (wie man z.B. bei "2052 - A Forecast for the Next Forty Years" des Club of Rome sehen kann) und eine gesunde Mischung von Energie, Optimismus und konstruktiven Ideen bei den Delegierten könnte uns weit voran bringen.
Also werde ich mich von der Größe des Plenums, der Vielzahl an Teilnehmern, der Vielfalt an Meinungen, der Masse an Informationsblätter, die im Umlauf sind, und Newsletter, die in mein Mailfach flattern einfach nicht einschüchtern lassen, sondern mich mit unserer Delegation und in Zusammenarbeit mit den anderen Jugendliche hier (die z.B. aus Kanada, Schweden, USA und Frankreich kommen) in eine hoffentlich erfolgreiche Woche bei der Bonner Climate Change Conference stürzen – wir wollen wissen, was hier los ist, ihr sollt erfahren, was hier passiert und den Delegierten werden wir zeigen, was wir von ihrer Arbeit hier erwarten.
Dorothea

Hallo aus Bonn!
Der erste Tag mit Planungen, Strategietreffen und Materialvorbereitungen ist vorbei und wir freuen uns, euch ab jetzt jeden Tag mit Updates von den Klimazwischenverhandlungen zu versorgen.
Am Samstagabend sind die ersten von uns im Oscar-Romero-Haus in Bonn angekommen und haben unser „Basislager“ eingerichtet. Sonntag ging es dann auch gleich mit vollem Programm los. Wir waren beim Treffen von CAN (Climate Action Network), einer Vereinigung von NGOs, die an den Verhandlungen teilnehmen. Dort haben wir erste Kontakte zu den Experten von den NGOs geknüpft und einen groben Überblick über die Themen bekommen, die uns die nächste Woche in Atem halten werden.
In den nächsten Tagen werden wir z.B. am Fossil Of The Day mitarbeiten. Der Fossil Of The Day ist ein Negativpreis, der täglich an den größten „Blockierer der Verhandlungen“ vergeben wird. Hoffentlich dauert es lange, bis wir den ersten Award vergeben müssen!
Daneben sind natürlich unsere Aktionen geplant (mehr dazu in den nächsten Einträgen), für die wir noch den richtigen Rahmen finden müssen. Es war gut zu sehen, dass die Vertreter der NGOs unsere Ideen unterstützen und uns mit Rat und Tat helfen.
Wir sind motiviert und gespannt, was die nächsten Tage für uns bereithalten werden. Folgt uns weiter auf unserem Blog und liked uns auf Facebook, um immer auf dem neuesten Stand zu bleiben.
Eure JBZE-Delegation
…und unsere Vorbereitungen laufen in die heiße Phase!
Super ist schon mal, dass wir jetzt wissen, dass wir im Oscar-Romero-Haus unterkommen – dort können wir unser Basislager aufschlagen und haben einen guten Ausgangpunkt für unsere Arbeitswoche.
Außerdem haben wir unser ausgearbeitetes Material für das Postkartenprojekt an die Lehrer weitergegeben und sind sehr gespannt, was für ein Feedback kommen wird!
Des Weiteren sind wir dabei zwei Aktionen auf die Beine zu stellen, die dann in Bonn den Delegierten direkt und auf eine etwas kreativere und lustigere Art unser Anliegen darstellen soll:
In der Mitte der ersten Verhandlungswoche laden wir zur Hochzeit von ‚Politik‘ und ‚Wissenschaft‘, damit die beiden ganz verliebt Hand in Hand einer gemeinsamen Zukunft entgegen gehen – in guten wie in schlechten Tagen! ;-)
Und da nach einer Vermählung auch der Nachwuchs nicht lange auf sich warten lässt, schmeißen wir auch gleich noch eine „Baby Shower“, um unsere große Vorfreude auf das neue Klimaabkommen zu zeigen und auch, um nochmal zu verdeutlichen, was unser Traum ist und dass wir an die Realisierung glauben.
Mit den zwei kreativen Einschüben können wir Jugendlichen hoffentlich Schwung und unseren Standpunkt in die Klimaverhandlung einbringen.
Um vor Ort dann auch richtig fit zu sein, werde ich mich noch mal ordentlich in das Thema und alles Material, was wir dazu haben, vertiefen, damit ich in Bonn dann nicht nur mit offenen Augen und offenem Mund dastehe und von der (wahrscheinlich) überwältigenden Informationsflut überrollt werde. Schließlich möchte ich allen interessierten jungen Menschen einen Einblick in diesen wichtigen Schritt der Klimapolitik auf dem Weg zu einem erfolgreichen Klimaabkommen geben – und dafür heißt es vorbereitet sein!
Also der Countdown läuft:
auf dem JBZE-Treffen in Hannover können wir noch ein wenig Zeit für letzte Vorbereitungen und Absprachen nutzen und am 12. Mai treffen wir uns dann in Bonn.
Ich geb ja zu, ein bisschen aufgeregt bin ich schon ;-)
Am Wochenende vom 13.04.-15.04. hatten wir in Potsdam das erste Vorbereitungstreffen des JBZE für die in einem Monat stattfindenden Klimazwischenverhandlungen. Ich war dieses Mal als einziges Neumitglied dabei, und war dementsprechend gespannt, wer die Leute waren, die ich bisher nur durch Mails kennengelernt habe. Nachdem wir uns beim gemeinsamen Kochen kennengelernt haben, ging es mit der Planung der nächsten Tage los. Da in wenigen Wochen bereits die Klimaverhandlungen starten, stand uns ein vollgepacktes Programm bevor.
Los ging es am Samstagvormittag mit etwas Theoriearbeit, um alle Teilnehmer auf den selben Stand zu bringen. Hierzu lasen wir uns einerseits in die Geschichte der Klimaverhandlungen und andererseits in die Organisation der Prozesse im UNFCCC und natürlich die aktuellen Entwicklungen nach der COP in Durban im letzten Jahr ein.
Nachmittags ging es dann mit etwas praktischerer Arbeit weiter. Eins unserer Projekte ist eine große Plakatwand zu den Themen „Looking forward to a new climate agreement“ und „We want our voices to be heard“. Da unser Anspruch ist, für möglichst viele Jugendliche zu sprechen, sind wir in die Potsdamer Innenstadt gefahren, um genau diese für unsere Plakate zu fotografieren. Auch wenn wir etwas skeptisch waren, ob sich genügend Jugendliche finden lassen, waren wir am Ende aufgrund der guten Resonanz überwältigt. Ein Großteil der Jugendlichen war nicht nur gerne bereit, sondern fand das Thema auch wichtig, was uns in unseren Plänen noch bestärkt hat.
Am Sonntag haben wir die Zeit genutzt, um mit anderen Jugenddelegationen in Kontakt zu treten und wir haben weitere Aktionen für das Programm geplant. Unter anderem gibt es von uns eine Postkartenaktion, bei der Schüler aus ganz Deutschland ihre Wünsche und Hoffnungen an die Delegierten formulieren können.
Ihr seht, wir haben viel vor und sind motiviert, bei den Verhandlungen Eindruck zu hinterlassen! Lasst euch auch überraschen, was wir noch so geplant haben - behaltet unseren Blog im Auge und besucht unsere Facebookseite, um mitzuerleben, was auf den Verhandlungen so passiert!
René
Am 14. Januar dieses Jahres hatte ich die tolle Möglichkeit zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion zum Thema „Klimakonferenz Durban - wie geht es weiter mit dem
Klimaschutz in Sachsen?“ in den Sächsischen Landtag gehen zu können. Eingeladen wurde von der Fraktion Bündnis90/Die Grünen und es berichtete uns der "Executive Director of The Nature
Conservancy in Europe", Sascha Müller-Kraenner, welcher seit 20 Jahren bei fast allen Klimakonferenzen teilnahm, in einem interessanten Vortrag von seiner Sicht auf den Stand der Dinge.
Da ich seinen Bericht aufschlussreich und aufgrund seiner langjährigen Arbeit im Klimaschutz auch als außerordentlich fundiert empfand, habe ich hier einmal versucht die grundlegenden Informationen aus seinem Vortrag für euch aufzuschreiben.(Ich möchte ausdrücklich betonen, dass ich seine Aussagen nicht recherchiert oder überprüft habe, sondern lediglich das von mir Mitgeschriebene aus seinem Vortrag hier zusammenfasse. Ich hoffe, es sind mir dabei keine gravierenden inhaltlichen Fehler unterlaufen.)
In Durban gab es drei wichtige Beschlüsse:
Diese Beschlüsse gehen allerdings nicht schnell und weit genug gegen den fortschreitenden Klimawandel und seine Auslöser vor, sind jedoch realpolitisch das maximal Mögliche. Es konnten anstelle der ambitionierten Ziele und Verpflichtungen mancher klimapolitischer Vorreiter nur Kompromisse mit den weniger handlungswilligen Ländern gefunden werden.
Dazu kann man mal eine ganz ketzerische Frage in den Raum stellen: Ist der aktuelle Stand überhaupt noch genug, um die COP-Verhandlungen als ein klimapolitisch bedeutendes Werkzeug zu sehen? Oder sind diese kleinen Schritte im Vergleich mit einer großen Reform trotzdem besser als Nichts?
Nun, die Verhandlungen haben zwar nicht die durchschlagenden Ergebnisse, die wir uns erwünschen, aber bergen bei genauem Hinschauen doch einige Möglichkeiten das Problem des Klimawandels anzugehen.
Was sind die völkerrechtlichen Verpflichtungen also wert?
Leider gibt es nur eingeschränkte Möglichkeiten bei Nichteinhalten der Regelungen Strafen zu erlassen, jedoch kann dies geschehen, wenn die Vereinbarungen in die nationalen Gesetze übernommen werden. Auf nationaler Ebene wäre dann eine Ahndung von Widrigkeiten möglich. Es können außerdem die marktwirtschaftlichen Mechanismen zum Einhalten der Ziele genutzt werden (siehe Emissionshandel). Man hofft darauf, dass ein wirtschaftlicher Interessenwandel auch guten Einfluss auf die Politik haben kann. Und auch der Punkt, dass die Glaubwürdigkeit einer Regierung/eines Staates angezweifelt und beschädigt wird, wenn sie ihren Teil der Abmachungen nicht einhalten, spielt auf internationaler Ebene keine unbedeutende Rolle.
Zuvor hatte die USA die Verhandlungen immer mit einem Veto blockiert, diese destruktive Haltung dieses Mal jedoch aufgegeben.
Wichtig wäre, wenn eine „Group of the Willing“ als Vorbild voranschreitet undnicht wartet, bis notwendige Regelungen festgeschrieben werden, sondern bereits in ihrem Sinne agiert. Denkbar wäre für diese Gruppe zum Beispiel ein loser Zusammenschluss von Deutschland (zusammen mit der ganzen EU), Brasilien und Kolumbien.
Und noch zu Deutschland: Die Welt schaut auf uns und unseren Versuch einen wirklichen Energiewandel zu vollziehen. Einerseits die Abkehr von der Atomkraft, aber ohne zurück auf Kohle zu fallen, sondern mit unserer Investition und Realisation der regenerativen Energie. Man ist gespannt, ob wir es schaffen und ob das Konzept funktioniert und wenn es sich positiv abzeichnet, bekommen wir vielleicht auch Nachahmer.
Außerdem sind der Fortschritt und die Umsetzung, die Deutschland in dem Bereich der erneuerbaren Energien anstrebt, zwar nicht im quantitativen, jedoch im qualitativen Sinne sehr wichtig. Wenn wir die Technik hier durch Anwendung und Verbesserungen immer wettbewerbsfähiger machen, kann sie anderswo effizient eingesetzt werden.
Dies sind im Großen und Ganzen die Informationen, die ich aus dem Vortrag mitgenommen habe. Ich hoffe sie können euch eine Hilfe sein, um grob zu erkennen, wo wir gerade stehen – und was noch getan werden kann und muss.
Dorothea
Unser Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat heute im High-Level Segment der COP 17 seine Rede gehalten.
Wer will kann sie sich unter folgendem Link noch mal anhören:
http://unfccc4.meta-fusion.com/kongresse/cop17/templ/play.php?id_kongresssession=4458&theme=unfccc#
Und schriftlich gibt es die Rede auf den Seiten des BMU:
http://www.bmu.de/english/climate/climate_conferences/17th_conference_durban/doc/48122.php
Die Klimaretter haben darüber auch schon berichtet:
http://www.klimaretter.info/durban/hintergrund/10083-deutschland-will-sitz-des-klimafonds
Im Moment bin ich voller Tatendrang. Noch vor einigen Wochen wusste ich nichts vom JBZE, doch dies änderte sich, als ich von einem Freund die Einladung zum nächsten Treffen bekam. Dort stand: „..was letztendlich passiert hängt ganz davon ab was Ihr draus macht..“. Zugegeben wusste ich erst mal nicht, was ich davon erwaten sollte, doch mein Interesse war geweckt und ich entschied, am Treffen in Berlin teilzunehmen.
Auf der Fahrt von Potsdam nach Berlin am Freitagabend habe ich natürlich erst mal meine Bahn verpasst, bin aber zum Glück trotzdem noch recht pünktlich angekommen, da viele der anderen Teilnehmer einen viel weiteren Weg hatten als ich. Als dann langsam alle angekommen waren, gab es erst einmal eine kurze Einleitung und mehrere der Verbände im JBZE wurden vorgestellt, um besonders den Neulingen wie mir einen Überblick zu verschaffen.
Am Samstag ging es dann richtig los: Jeder Teilnehmer, egal ob Mitglied eines Verbandes oder nicht, ob seit langem dabei oder zum ersten Mal, bekam die Möglichkeit, seine Ideen für Gesprächsthemen und künftige Aktionen zu äußern. Jeder mit einer guten Idee wurde anschließend zum Gepsrächleiter kleinerer Gruppen, sodass wir in jedes Thema hineinhören konnten, um zu entscheiden, was uns besonders interessiert.
Mir persönlich war von Anfang an klar, dass ich nicht nur diskutieren, sondern endlich aktiv werden möchte. Deshalb war ich von einer Idee gleich begeistert: Zur nächsten Klimakonferenz nach Bonn zu fahren, um an den Verhandlungen teil zu haben und auf unsere Interessen aufmerksam zu machen.
Nach der Orientierungsphase fand sich eine feste Gruppe für das Thema, wir besprachen unsere Möglichkeiten und begannen, uns untereinander ein wenig besser kennen zu lernen. Die Delegation Bonn war geboren.
Mit der Zeit wuchsen die Ideen zu einer immer konkreter werdenden Vorstellung an: Gemeinsam wollen wir es schaffen, durch Aktionen Aufmerksamkeit zu erregen und mit Politikern zu sprechen, um allen bewusst zu machen, für wen eigentlich verhandelt wird und was unsere Erwartungen sind. Dabei liegt es uns am Herzen, keine geschlossene Gruppe zu sein, sondern möglichst viele an unserem Erlebnis teil haben zu lassen und offen zu sein für jeden, der Ideen und Vorschläge für Aktionen hat.
Dies ist auch der Grund für diesen Blog, in dem wir euch regelmäßig über die Entwicklung der Planung des Projekts „Delegation Bonn“ informieren wollen und uns über Ideen, Anregungen und Meinungen eurerseits sehr freuen würden.
Doch bis wir nach Bonn fahren können, gibt es noch viel zu tun. Es heißt Aktionen zu planen und uns selbst weiter zu bilden.
Ich persönlich werde in nächster Zeit erst einmal viel Lesen, um die komplizierte Klimapolitik besser zu verstehen. Denn zugegeben habe ich mich vom Thema Politik bisher eher fern gehalten. Bei dem ganzen Chaos, dem Hin und Her und den endlosen ziellosen Diskussionen hatte ich einfach nicht das Gefühl, irgendetwas ädern zu können, egal wie unzufrieden ich damit vielleicht sein mochte. Doch dieses Wochenede hat mir bewusst gemacht, dass es Zeit für mich ist, mich mit Politik zu beschäftigen und hat mir Hoffnung gegeben, dass es vielleicht doch möglich ist, etwas zu verändern. Ich bin jedenfalls überzeugt, dass es sich lohnt, es zu versuchen.
- Hannah
An diesem Wochenende (18.-20.11.11) fand eins der bimonatlichen JBZE-Treffen in Berlin statt. Da dies aus mehreren Gründen ein besonderes Treffen war, soll hier ausführlicher darüber berichtet werden.
Zuerst muss erwähnt werden, dass dies wohl eins der größten JBZE-Treffen seit Beginn des Jugendbündnisses war. Knapp 40 Teilnehmer mit verschiedensten Hintergründen (Teil eines Trägerverbands, einer anderen Umweltorganisation oder verbandfrei) waren in die Bundesgeschäftsstelle des BUND gekommen, um Aktionen oder Diskussionen anzustoßen und sich auszutauschen.
Der erfolgreiche Jugendklimagipfel vor ein paar Wochen hatte einige Erwartungen an die Zukunft der Jugendklimabewegung in Deutschland geweckt. Insbesondere eine generelle Wiederauflebung der Aktivitäten und eine stärkere Vernetzung zwischen allen im Klimaschutz involvierten jugendlichen Personen und Organisationen gingen als allgemeine Ziele heraus. Nun bot sich das JBZE Treffen als Plattform an, diese Ziele etwas genauer zu besprechen und zu konkretisieren.
Allerdings sollte der inhaltliche Aspekt des Treffens - Vorbereitung auf die COP 17 Klimakonferenz in Durban - nicht zu kurz kommen. Auch eine generelle Vorstellung des Jugendbündnisses war nötig, um “Neulinge” (also diejenigen, die das erste Mal bei einem JBZE Treffen dabei waren) in die Arbeit des JBZE einzuführen.
Die Zeit in Berlin wurde also zwischen diesen drei Aspekten aufgeteilt. Neben sehr interessanten Vorträgen über “Durban” (Klimakonferenzen werden oft mit ihrem Veranstaltungsort abgekürzt) und das Yasuní Projekt, gab es auch eine Vorstellung der Arbeit des JBZE. Zusätzlich wurde über aktuelle Projekte der Trägerverbände informiert und es gab eine Einführung in die doch sehr komplexen UN Klimaverhandlungen.
Im “Open Space” sowie im der darauf folgenden “Arbeitskreis”-Phase dann entstanden verschiedene Projektideen sowie Diskussionen. Im “Philosophischen Café” zum Beispiel entwickelten sich lebhafte Diskussionen über abstrakte Themen wie die Rolle des Willen des Einzelnen oder des Grundsatzes “Genuss durch Verzicht”. Aber auch konkrete Projekte wurden angestoßen, wie das eines Straßentheaters bezüglich der Klimakonferenz in Durban. Auch wurde eine Projektidee zum Thema Erneuerbare Energien und Naturschutz diskutiert, die allerdings noch in der Planungsphase ist.
Als weitere Neuigkeit ist zu vermelden, dass nun voraussichtlich eine Delegation zu den Bonner UN Klima-Zwischenverhandlungen reisen wird, um die dort anwesenden deutschen Jugendlichen besser zu vernetzen und zu berichten, was der aktuelle Stand der Verhandlungen ist. Möglichkeiten, sich in dieses Projekt einzubringen (und an der Delegation teilzunehmen) werden in wenigen Wochen hier auf der JBZE Webseite zu finden sein, also lohnt es sich, ab und zu hereinzuschauen.
Leider hatten einige Teilnehmer am Ende des Treffens das Gefühl, dass wichtige Themen wie die Vernetzung und/oder Zukunftsausrichtung der deutschen Jugendklimabewegung nicht ausreichend besprochen wurden. Dies lag wohl einerseits an dem vollen Inhalt der zwei Tage als auch an dem Umfang und Tragweite dieser Themen, die nicht zwischen “Tür und Angel” besprochen werden sollten. Ohne Zweifel gilt es, diese sehr wichtigen Themen in näherer Zeit in einem angemessenen Rahmen und Umfang zu diskutieren und zu konkretisieren.
Das nächste JBZE Treffen findet übrigens erst in vier Monaten, vom 2.-4.03.12 statt, es wäre schön, wenn es wieder so viele Interessierte anziehen würde!
Viele Grüße aus Berlin vom aktuellen JBZE-Treffen mit neuem Teilnehmer-Rekord. Über 30 Teilnehmer - der Schwung kommt eindeutig vom Jugend-Klima-Gipfel den das JBZE mit der Klima-Allianz durchgeführt hat.
Unser Septembertreffen stand ganz im Zeichen Anti-Atom. Extra wegen der Großdemonstration am Samstag wurde es nach Berlin ins Naturfreundehaus „Karl Renner“ verlegt. Dort verbrachten wir ein spannendes und arbeitsreiches Wochenende, diesmal zusammen mit dem Klimateam der BUNDjugend (http://www.bundjugend.de/mitmachen/klimateam/), um uns auszutauschen und in Zukunft besser zusammenarbeiten zu können. Wir freuen uns, diesen Austausch beim Treffen im kommenden Jahr fortführen zu können.
Der Höhepunkt des Wochenendes war ganz klar die Anti-Atom-Demo am Samstag im Regierungsvierel. Als wir zum Treffpunkt auf den Vorplatz des Hauptbahnhofs kamen, war schon fast kein Durchkommen mehr und es strömten immer noch mehr Demonstranten auf den Platz. In dem Meer aus bunten Fahnen mit der Anti-Atom-Sonnne, war unser JBZE-Banner kaum auszumachen. 100.000 Menschen hatten sich nach Berlin aufgemacht, um der Bundesregierung eindrucksvoll zu zeigen, was die Mehrheit der Bevölkerung von Laufzeitverlängerungen hält. Eine Umzingelung des Regierungsviertels war mit diesen Menschenmassen überhaupt kein Problem. Als die ersten ihren zweistündigen Rundgang beendet hatten, waren die letzten noch gar nicht losgegangen.
Am Abend hörten wir dann noch einen sehr interessanter Vortrag von Astrid über die Arbeit des online-Kampagnen-Netzwerks und Mitorganisator der Anti-Atom-Demo Campact.de.
Ich freu mich aufs nächste Treffen!
Hallo ihr Lieben...
unverhofft kommt oft - was für eine ungeahnte Aufmerksamkeit das JBZE dem ländlich-idyllischen Brand im Laufe des vergangen We's doch geschenkt hat! Endlich einmal ein Treffen, zu dem ich a piedi anreisen konnte, samt Frühstück bei der family.
Wir waren eine kleine, produktive Runde. Lag es an der WM? Man weiß es nicht. Jedenfalls kann ich euch berichten, dass unsere Planung der 2021 Konferenz klare Formen angenommen hat und eine Konzeption für die 100% EE Konferenz über rauchenden Köpfen erarbeitet wurde. Ich freu mich auf mehr!
Beste Grüße aus Aachen
Franca
Da haben Leute in der EU wie Klimakommissarin Connie Hedegaard einmal eine wirklich richtig gute Idee: CO2-Emissionen in Europa sollen bis 2020 nicht nur um 20% sondern um 30% verringert werden. Und zwar unabhängig davon, ob der Rest der Welt mitmacht oder nicht. Umweltverbände und NGOs fordern das schon ziemlich lange. Und wenn wir mal ehrlich sind, macht das ja auch genau einen Vorreiter aus: VOR den anderen Maßnahmen ergreifen. Deutschland rühmt sich, ein solcher Vorreiter in Sachen Klimaschutz zu sein. Wir reduzieren sogar 40% unserer CO2 Emissionen bis 2020... oder nicht?
Da fragt man sich doch, warum sich Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle so gegen eine etwas ambitioniertere Zielsetzung der EU in Sachen Klimaschutz streubt. Auch der BDI und DIHK sind gegen das 30% Vorhaben.
Ein solches Verhalten erinnert doch wohl eher an einen Hinterherläufer und Bremser als an einen Vorreiter. Und davon einmal ganz abgesehen, ist es für die deutsche Wirtschaft nicht eher von Vorteil, wenn sich alle Nachbarländer auch zu strengeren Klimaschutzzielen verpflichten? Wir stehen mit unseren 40% doch sowieso schon toll da (naja, laut WBGU müssten wir bis 2020 mindestens 50% runter, aber seis drum). Und wenn die anderen EU-Staaten ihre Emissionen nun auch weiter deckeln müssen, mindert sich dann nicht sogar der böse, so unfaire Wettbewerbsnachteil, den wir gegenüber all den Klimasündern jenseits unserer Grenzen haben?
Da drängt sich doch unweigerlich folgende Hypothese auf: jetzt wird erst einmal der Klimaschutz auf EU-Ebene boykottiert, damit die deutsche Wirtschaft in ein paar Jahren eine gute Ausrede hat, um das 40%-Ziel zu kippen.
Ich würde mich über eine angeregte Diskussion hierzu sehr freuen!
Es ist fast zum verzweifeln! Bei jedem Update der Serversoftware ändert sich wieder irgendetwas, und unsere schöne Internetseite funktioniert nicht mehr.
Dieses mal war dann ein komplettes Update der Typo3-Software nötig. Aber noch nicht ausreichend. Also Weitersuchen. Die Extensions haben neue Designs hervorgebracht, nur eben nicht schön. Nur gut, das Ostern ja die Zeit des Suchens sein soll.
Irgendwann findet man aber doch den letzten Stein des Anstoßes, die Seite geht wieder. Und mit ihr auch wieder das Blog-System, das sich bereits vor mehr als einem Jahr verabschiedet hatte.
Ich hoffe mal, dass es sich der Aufwand dafür gelohnt hat - also liebe Mitstreiter: her mit euren aktuellen Stimmungen im JBZE!