
In Artikel 20a des Grundgesetzes heißt es: „Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen […]“. Dieser Satz, obwohl mittlerweile 60 Jahre alt, fasst sehr treffend zusammen was bei der UN-Konferenz von Kopenhagen auf dem Spiel steht: Es geht um nichts Geringeres als ein globales Abkommen zu verabschieden, das stark genug ist um die Klimakatastrophe noch abzuwenden! Dabei sind wir, die Jugendlichen von heute, die Generation über deren Schicksal am Verhandlungstisch in Kopenhagen entschieden wird. Daher ist es wichtig, dass wir als Jugendliche Druck auf die Entscheidungssträger ausüben. Druck – jetzt zu handeln! Denn nur so bekommen wir ein starkes Post-2012-Abkommen! Und dabei geht es um unsere Zukunft! Dazu möchte ich gerne einen kleinen Beitrag leisten.
Meine Motivation nach Kopenhagen zu fahren, liegt in meinem Grundsatz begründet: "Nicht jammern, sondern machen."
Durch mein langes ehrenamtliches Engagement habe ich gelernt schwierige Probleme und Situationen zu lösen und zwar mit Geduld und dem nötigen Dickschädel. Und der Klimawandel ist ein schweres Problem, an dessen Lösung ich vor Ort im Rahmen meiner Möglichkeiten mitwirken möchte.
In Kopenhagen sehe ich mich als Teil der Masse und lasse mich dieses Mal sehr gerne dafür instrumentalisieren. Wenn ich schon nicht selber verhandeln darf, dann möchte ich mir wenigstens mit vielen anderen Jugendlichen Gehör verschaffen und für die Rettung der Welt Lärm machen!
Ich arbeite bei der Katholischen Landjugendbewegung Deutschland (KLJB) und bin dort als Bildungsreferent für Ökologie und Fundraising angestellt.
Der Klimawandel ist die größte Herausforderung welche die Menschheit in diesem Jahrhundert zu bewältigen hat. In Kopenhagen werden die Weichen für die weitere Entwicklung gestellt. Fährt der Zug einmal in die falsche Richtung ist dies nur noch schwer aufzuhalten und umzukehren. Natürlich kann ich alleine den Zug nicht in die richtige Richtung lenken, aber ich möchte meinen Teil dazu beitragen.
Vor allem junge Menschen werden in den nächsten Jahrzehnten vom Klimawandel betroffen sein. Diese möchte ich in Kopenhagen vertreten aber vor allem auch über die Verhandlungen informieren. Während der Konferenz muss der öffentliche Druck auf die Politik stetig größer werden und so groß sein, dass die Politik die Meinung ihrer Bevölkerung nicht mehr ignorieren kann. Diesen Druck müssen wir aufbauen und ich sehe meine Aufgabe und Motivation darin, zu informieren und Beteiligungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Wir verhandeln über Strategien - Anpassungsstrategien. Ist etwas versäumt worden? Hätten wir einer Anpassung entgegenwirken können? Was hätte eingedämmt werden können, wäre angemessen gewesen? Politisches Handeln sollte im Idealfall keinen solchen Nachklang haben. Was verspechen wir uns von politischem Handeln, wenn nicht die progressive und besonnene Aktion angesichts des gegebenen Zeitumstands? Den gesetzlichen Rahmen, das Einläuten einer grundsätzlich verbindlichen Initiative. Letztendlich erwarte ich, dass meine Stimme als Wähler eine Reaktion der Politiker auf bestehende (und wissenschaftlich erschlossene) Unsicherheiten nach sich zieht, damit sich diese mit bestem Gewissen Repräsentant nennen dürfen.
Die Entscheidungen in Kopenhagen werden von jenen Leuten getroffen, die selbst nicht mehr die Auswirkungen ihrer Beschlüsse erleben werden. Ich will dafür sorgen, dass aufgrund dieser Basis kein unfairer Umgang mit unserem Klima und der Zukunft meiner Generation stattfindet.
Klimawandel ist eines der wichtigsten Themen, mit denen sich die Menschheit auseinandersetzen muss. Auf dem Spiel steht unser aller Überleben. Klimawandel ist auch Inbegriff für globale und soziale Ungerechtigkeit und wirtschaftliche Willkür. Nur, wenn wir uns gemeinsam dafür einsetzen, dass sie gestoppt werden, ist eine friedliche Welt möglich. Ich fahre nach Kopenhagen, um meinen Teil dazu beizutragen.
Wenn ich nicht mit dem JBZE unterwegs bin, studiere ich Biologie und Sozialwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum. In Kopenhagen will ich meinen winzigen Beitrag für einen nachhaltigen und vor allem fairen Umgang mit unserem Klima leisten. Denn der Klimawandel ist DIE zentrale Herausforderung unserer Generation.
Jeder Mensch, aber insbesondere meine Generation, ist von den existenzbedrohlichen Folgen des Klimawandels betroffen. Ich fahre nach Kopenhagen, um dies den Verantwortlichen dieser Welt klarzumachen und um ein Bewusstsein für die Notwendigkeit des Handels, vor allem in meiner Generation, herzustellen. Wir müssen JETZT handeln, um den Klimawandel noch aufhalten zu können. DAS muss allen Menschen dieser Erde bewusst werden, damit sie dementsprechend handeln!