
Energie des Flusses
Die Energiegewinnung aus Wasser hat eine lange Tradition. Schon früher wurde durch einfache Wasserräder Energie gewonnen, z. B. für Mühlen und Sägewerke. Heute läuft die Energiegewinnung meistens über Generatoren, die durch Wasserkraft (Fließgewässer und Staudämme) angetrieben werden. Das Prinzip ist relativ einfach: die Strömung des Flusses bewegt ein Turbinenrad, wodurch Energie entsteht. Diese wird dann durch einen Generator in Strom umgewandelt. Dabei werden hohe elektrische Wirkungsgrade von über 90 Prozent erreicht. Die erzeugte Strommenge hängt in erster Linie von der Menge des fließenden Wassers und der Höhendifferenz ab.
Die Nutzung von Wasserkraft hat zahlreiche Vorteile:
Allerdings kann die Nutzung von Wasserkraft auch einige Nachteile haben. Durch den Bau riesiger Staudämme wird Natur zerstört, Bewohner müssen teilweise umgesiedelt werden oder die natürliche Düngung und Bewässerung von Ackerland (durch Überschwemmungsperioden) wird gehemmt.
Energie des Meers
Um die obengenannten Gefahren zu beiseitigen, wird neben den Fließgewässern zunehmend die Nutzung von Meeresenergie erforscht. Es gibt hierbei bisher drei Alternativen: Gezeitenkraftwerke, Wellenkraftwerke und Meeresströmungskraftwerke. Gezeitenkraftwerke nutzen den Tidenhub, also die Differenz des Wasserstandes bei Ebbe und Flut, während Wellenkraftwerke durch die kontinuierliche Wellenbewegungen des Meeres angetrieben werden. Meeresströmungskraftwerke liegen unter Wasser und nutzen anstelle von Flussströmungen die Meeresströmungen zur Energieerzeugung.
Wasserkraft ist eine sehr ergiebige und wichtige erneuerbare Energiequelle. Um die Nutzung nachhaltig und umweltgerecht zu gestalten, müssen allerdings immer die räumlichen Gegebenheiten beachtet werden.